Veröffentlicht am:
14.02.2026

Ja, dort steht tatsächlich „Vagina“ im Titel.
Und es mag thematisch gar nicht so weit weg von dem Valentinstag klingen, der alljährlich von auf Wolke Sieben Schwebenden und jenen, die der Wolke Siebeneinen Tagesbesuch abstatten, gefeiert wird. So könnte man sich so manche Verbindung zwischen dem weiblichen Geschlecht und dem Tag der Liebenden vorstellen. Aber so ist das nicht gemeint.
Denn, was viele nicht wissen ist, dass der 14.02. nicht nur Valentinstag ist, sondern auch der sogenannte „V-Day“ (abgekürzt von „Vagina-Day“). Ein Tag, der uns alle ins Gedächtnis gerufen werden sollte. Während unzählige Menschen am 14. Februar den Tag der Liebe feiern und Pralinenhersteller sowie Floristen Hochkonjunktur haben, hat eines wenig Platz in unserem Alltag: Gewalt!
Seit 1998 steht weltweit der 14. Februar als V-Day im Zeichen des Kampfes gegen Gewalt an Frauen und Mädchen . Unter dem Motto "Solidarität mit den Frauen" werden Tanzkundgebungen und Benefizveranstaltungen organisiert, um ein starkes Zeichen der Unterstützung und des Widerstands zu setzen. Das "V" steht dabei provokativ für „Vagina“, um die Stärke der Frau zu symbolisieren. Aber auch für „Vicrory“ (Sieg) und „Valentine“ (Valentinstag). Die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiierte diesen V-Day und entwickelte im Jahr 2012 damit auch die Kampagne „One Billion Rising“.
Der Name der Bewegung „One Billion Rising“ , übersetzt als: "Eine Milliarde erhebt sich", ist keine willkürliche Wahl. Er basiert auf schockierenden Statistiken der Vereinten Nationen, die besagen, dass eine von drei Frauen weltweit Opfer von sexueller Gewalt wird, was insgesamt über eine Milliarde Frauen sind.
Mindestens genauso viele Frauen sollen sich solidarisch jährlich zum V-Day mit der One Billion Rising Kampagne unter dem Motto “Let us dance to end the violence –Let us shake the earth into awareness” (Lasst uns für das Ende der Gewalttanzen und die Welt wachrütteln) erheben.
Die Kampagne findet mittlerweile in über 200 Ländern statt, darunter vor allem in Ländern Asiens und Afrikas und auch Deutschland ist dabei!
Alles fing mit einem sehr bewegenden Video 2012 vor mehr als zehn Jahren an. In ihm sind Ausschnitte zu sehen, welche Arten von Gewalt Frauen auf der ganzen Welt ausstehen müssen. Am Ende desdreiminütigen Videos sieht man die Frauen sich erheben und gegen ihre Situation und Opferrolle zu kämpfen. Und obwohl das Video schon 12 Jahre alt ist, ist sein Inhalt leider so aktuell wie nie zuvor, denn was teils weit weg klingt, passiert auch genau hier, in Deutschland und direkt vor unserer Haustüre, in Bremen.
Laut der Statistik des Bundeskriminalamtes stirbt in Deutschland durchschnittlich fast jeden Tage eine Frau oder ein Mädchen durch die Gewalt eines männlichen Familienmitgieds.
Sieh auch hier unseren Blogbeitrag: Orange Day – Warum dieser Zeitraum uns alle angeht
Die Mission der One Billion Rising Bewegung ist, auf diesen Missstand und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen sowie solidarisch für Opfer einzustehen. Betroffene sollen wissen, dass man an sie denkt und dass sie nicht übersehen werden und die Taten, die im Dunkeln passieren, nicht im Dunkeln bleiben. Beratungsangebote und Hilfe soll bekannt gemacht werden. Auch die Täter sollen wissen, dass wir NICHT weg sehen.
Wir alle können helfen, indem wir nicht wegschauen sondern laut werden, den Betroffenen Hilfe anbieten und aufmerksam machen - z. B. durch das Teilen von Aktionen, Blogbeiträgen etc.
Stell Dir vor, nur eine Leidende fühlt sich dadurch gesehen und traut sich den Schritt zu gehen ein Hilfsangebot anzunehmen. Stell Dir vor, diese Frau wird wiederum ein anderes Opfer inspirieren und Mut machen, das gleiche zu tun. Schon der von Albert Einstein als „Achtes Weltwunder“ bezeichneter Zinseszinseffekt greift wie Dominosteine ineinander, wenn wir alle etwas tun.
In Deutschland machen heute bereits 142 Orte aktiv bei der Bewegung mit und organisieren Veranstaltungen aller Art, um das Thema ins Bewusstsein des Ortes zu bringen. So tanzen z. B. Schüler*innen auf Bühnen, Vereine halten Reden in den Städten und manche planen Partys unter dem Motto „We rise!“ und spenden die Eintrittsgelder.
Jedes Jahr steht die Bewegung unter einem anderen Fokus. So ist dieses Jahr "Women on Fire – Ni una menos" das Motto!
Eure Kathy
Ehemaligens Gründungsmitglied & Schatzmeisterin a. D.
von Women’s Empowerment e.V. Bremen
Wir möchten Dich sehr gerne auf unsere Veranstaltung - Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die ebenfalls unter diesem Motto stehen und auch auf unsere Aktivtage rund um den Weltfrauentag - DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH(Er) - aufmerksam machen.